Nichts ist intensiv genug, es sei denn, man treibt es in den Exzess. Warum sonst sollte man im dritten Jahrtausend ein neues Podium für eine Kunstform des 20. Jahrhunderts schaffen? Was gestern war, bleibt im Gestern – jazzexzess stellt den Jazz von Morgen für ein Publikum von Heute auf die Bühne. Berliner Club-Kultur trifft auf eine exzessive Mischung aus freier Improvisation, elektronischer Musik, experimentellem Rock und der bedingungslosen Suche nach neuen Klängen. Marie Blobel
Kuratorin

Ausgezeichnet mit dem APPLAUS für „qualitativ anspruchsvolles, trendsetzendes, kreatives und herausragendes Livemusikprogramm“
KlangWorte Sprechblase News

Programm

    CANSU TANRIKULU’S PILED UP & ILOG

    Samstag, 29.03.2025
    Kantine am Berghain
    Am Wriezener Bahnhof, 10243 Berlin

    CANSU TANRIKULU’S PILED UP
    Cansu Tanrikulu – vocals / effects
    Mona Matbou Riahi – clarinet
    Tobias Delius – saxophone
    Arne Braun – guitar
    Lennart Schandl – bass
    Lukas König – drums, effects

    ILOG
    Ignaz Schick – turntables, sampler, pitch shifter/looper
    Oliver Steidle – drums, percussion, sampler, live-electronics

    CANSU TANRIKULU’S PILED UP
    Theatrale Absurdität, zerschnittene Country-Songs, groteske Textfragmente – PILED UP inszeniert eine Welt, in der Trash und Tiefgang aufeinandertreffen, in der guilty pleasure aus verschiedenen Blickwinkeln ins Scheinwerferlicht gerückt wird. Feministische Zugänge zu performativer Intimität, absurde Werbespots für Keuschheitsgürtel, eine Liste sexistischer Reden – Klischees und Realität verschwimmen in einem Spiel voller Widersprüche. Musikalisch ist das Projekt genauso radikal. Pulsierende Synthesizer, verzerrte Gitarren und zerhackte Rhythmen treiben den Sound in unvorhersehbare Richtungen. Wenig Pädagogik, viel Theater, noch mehr Exzess.

    ILOG
    Hip-Hop-Montagen, elektrisches Flimmern, pulsierende Drums… Ignaz Schicks und Oliver Steidles Schaffen als ILOG ist vielfältig und reicht von Jazz und Hip Hop, über Noise und freie Improvisation bis hin zu Neuer Musik und Musique Concrète. Dabei konzentriert sich das Duo auf knackige und nicht selten selbstironische Cut-Up-Stücke, die die Energie von Free Jazz mit einer Punk-Attitüde und aktuellen Strömungen von Noise und elektroakustischer Musik verbindet. Die Musik ist improvisiert, schnelllebig und außergewöhnlich erfrischend.

    EINLASS: 19:00h, BEGINN: 20:00h

    Limited early-bird ticket: 10,00 € + booking fee
    Regular pre sale ticket: 15,00 € + booking fee
    Abendkasse / Boxoffice: 20,00 €
    Ticketlink: https://www.eventbrite.de/e/1235923262749?aff=oddtdtcreator

      GANNA + KUHN FU VII

      Sonntag, 06.04.2025
      House of Music
      Revalerstr. 99, 10245 Berlin

      GANNA
      Ganna Gryniva – voice, loops

      KUHN FU VII
      Christian Kühn – guitar, composition
      Frank Gratkowski – flute, alt sax, clarinet
      Mateusz Rybicki – tenor sax, clarinet
      Sofia Salvo – baritone sax
      Ziv Taubenfeld – bass clarinet
      Esat Ekincioglu – bass
      George Hadow – drums

      GANNA

      german: In ihrer Solo-Performance mit Loops und Effekten vereint Ganna Gryniva die Authentizität und die Traditionen des Gesangs aus der Ukraine mit zeitgenössischer Komposition. Alles beginnt mit einer einfachen Melodie, die in einen Raum voller unerwarteter Harmonien, Rhythmen und Atmosphären eingebettet wird – live und ganz allein mit der Stimme. Die alten Volkslieder ihrer Heimat berühren dabei tief, selbst wenn man die gesungenen Texte ohne Ukrainischkenntnisse nicht versteht. Doch sie klingen wunderbar poetisch und beseelt und werden zugleich geschickt kontrastiert durch die Loops, Samples und Sounds, mit denen Ganna ihren zauberhaften Gesang umhüllt.

      english: In her solo performance with loops and effects, Ganna Gryniva combines the authenticity and traditions of Ukrainian singing with contemporary composition. It all begins with a simple melody, which unfolds into a space filled with unexpected harmonies, rhythms, and atmospheres—live and solely with her voice. The ancient folk songs of her homeland are deeply moving, even if one does not understand the lyrics without knowledge of Ukrainian. Yet, they sound wonderfully poetic and soulful, skillfully contrasted by the loops, samples, and sounds that Ganna uses to envelop her enchanting singing.

      KUHN FU VII
      german:
      Die Band KUHN FU macht ihrem martialischen Namen alle Ehre – mit einer explosiven Mischung aus „Jazz Punk Psychedelia“. Gitarrist und Conferencier Christian Kühn jagt mit seinem Ensemble Zappa durch Kabarett, lässt Surf-Sounds mit Metal-Riffs kollidieren und mischt Shakespeare, Brecht und Monty Python in den Sound.
      Ungebändigt und risikofreudig sprengen KUHN FU die Grenzen von Jazzrock – zwischen Parodie und Ernsthaftigkeit, voller Energie und Spielfreude. Wer die Chance hat, sie live zu erleben, sollte sie nutzen!

      english:
      The band KUHN FU lives up to its martial name with an explosive blend of “Jazz Punk Psychedelia.” Guitarist and master of ceremonies Christian Kühn and his ensemble throw Zappa into cabaret, collide surf sounds with metal riffs, and weave Shakespeare, Brecht, and Monty Python into their music.
      Unrestrained and fearless, KUHN FU pushes the boundaries of jazz-rock—oscillating between parody and seriousness, bursting with energy and playfulness. If you get the chance to see them live, don’t miss it!

      Einlass 19:30h, Beginn 20:00h

      Limited early-bird ticket: 10,00 € + booking fee
      Regular pre sale ticket: 15,00 € + booking fee
      Abendkasse / Boxoffice: 20,00 €

      Mit freundlicher Unterstützung der Senatsverwaltung für Kultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt

      Ticketlink: https://www.eventbrite.de/e/1256293801579?aff=oddtdtcreator

      Media

      Locations

      Revaler Straße 99
      10245 Berlin

      House of Music ist Berlins Kreativ-Hub für Musiker*innen, Unternehmen und Organisationen aus der Musikbranche. In der historischen Radsatzdreherei auf dem R.A.W.-Gelände in Friedrichshain-Kreuzberg schafft das House of Music Raum für Musik, offene Arbeitsumgebungen und vielfältige Netzwerkmöglichkeiten – Raum der inspiriert, verbindet und künstlerische Entfaltung antreibt.

      Am Wriezener Bahnhof
      10243 Berlin

      Den Arbeitern am Ostberliner Fernheizkraftwerk diente die Location früher als Kantine. Nach der Stilllegung erinnert nur noch der Name daran. Unverputzte Decken, alte Lampen und der exzellente Sound, lassen einen nicht lange fremdeln. Die Kantine am Berghain ist der kleinste Veranstaltungsort des Berghain / Panoramabar-Komplexes und liegt inmitten des grünen Biergarten Rüdersdorf.

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